Photovoltaikanlage auf dem Terrassendach: Lohnt sich das? Ertrag, Kosten und Voraussetzungen im Überblick

Wenn du darüber nachdenkst, eine Photovoltaikanlage auf deinem Terrassendach zu installieren, triffst du eine gute Wahl. Du hilfst nicht nur, die Umwelt zu schützen, sondern sparst auch Geld bei deiner Stromrechnung.

In diesem Artikel gehen wir auf die Vor- und Nachteile der Installation einer Photovoltaikanlage auf deinem Terrassendach ein und geben dir einige Tipps, was du vor dem Kauf beachten solltest.

Vorab wieder das Wichtigste in Kürze:

  • Eine durchschnittliche Solarterrasse macht sich nach sieben bis zehn Jahren bezahlt. Danach bringt sie eine Rendite von fünf bis zehn Prozent pro Jahr.
  • Der Ertrag hängt von vielen Faktoren ab, z. B. von der Größe der Anlage und der Ausrichtung des Dachs
  • Der Preis der Solarterrasse hängt von der Größe und der Art der installierten Anlage ab, im Schnitt kannst du 5.000 bis 10.000 Euro einplanen
  • Voraussetzungen sind ausreichend Platz, Sonneneinstrahlung und wenig Schattenwurf

Solaranlage für die Terrasse nutzen

Wahrscheinlich hast du deine Terrasse so angelegt, dass du dort möglichst viele Sonnenstunden genießen kannst. Gerade im Frühling und im Sommer ein echter Traum!

Angesichts von steigenden Strompreisen ist es natürlich naheliegend, diese Sonneneinstrahlung nicht nur für den persönlichen Genuss zu nutzen. Das Terrassen-Solardach würde sich beispielsweise auch sehr gut zum Laden von einem E-Auto anbieten.

Eine Solarterrasse ist eine sehr gute Idee.

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Vorteile

Der Hauptvorteil der Installation einer Photovoltaikanlage auf deiner Terrasse ist, dass du deinen eigenen Strom produzieren und Geld bei deiner Stromrechnung sparen kannst. Außerdem trägst du deinen Teil zum Umweltschutz bei, indem du erneuerbare Energien nutzt.

Ein weiterer Vorteil der Nutzung von Solarenergie ist, dass sie den Wert deiner Immobilie steigert. Studien haben gezeigt, dass Häuser mit Photovoltaikanlagen 20 % schneller und für 17 % mehr verkauft werden als Häuser ohne Solaranlagen.

Und wenn du mehr Strom produzierst als du verbrauchst, kannst du den überschüssigen Strom an deinen Energieversorger verkaufen.

Allerdings ist die Einspeisevergütung in den letzten Jahren immer weiter gesunken und das Einspeisen daher immer weniger rentabel.

Oftmals lohnt es sich, auf eine Inselanlage mit einem gut dimensionierten Stromspeicher zu setzen. Mehr Infos dazu findest du in diesem Beitrag.

Nachteile

Der einzige Haken bei diesem Vorhaben sind die Anschaffungskosten für den Kauf und die Installation einer Photovoltaikanlage. Zudem müssen die Rahmenbedingungen passen, damit die Anlage auch profitabel ist.

Bevor du eine Solar-Terrassendächer installierst, solltest du nämliche einige Dinge beachten, z.B. die Art der Anlage, die Größe der Anlage und die Ausrichtung deines Dachs. Auch dein Standort und eventueller Schattenwurf durch Bäume wirkt sich auf die Leistung der Terrassen-Solaranlage aus.

Außerdem musst du entscheiden, ob du die Anlage kaufen, mieten oder leasen willst. Doch mehr dazu später.

Solarterrasse & Solarcarport

Voraussetzungen für eine optimale Nutzung

Nachdem wir nun die Vor- und Nachteile der Installation einer Photovoltaikanlage auf deiner Terrasse besprochen haben, lass uns einen genaueren Blick darauf werfen, welche Bedingungen für eine effektive Nutzung erfüllt sein müssen.

Ausreichend Sonneneinstrahlung

Eigentlich ist dieser Punkt selbstverständlich, dennoch möchten wir ihn hier nochmal ausführen. Nur mit ausreichend Sonnenstrahlen kann deine Solar-Terrassenüberdachung auch Strom produzieren.

Dabei spielt es keine Rolle ob die Anlage auf dem Dach, der Terrasse, im Garten oder am Balkon installiert werden soll. Sonne muss sein!

Idealerweise ist deine Terrasse nach Süden ausgerichtet, da kann das Photovoltaiksystem den meisten Strom produzieren.

Allerdings ist auch eine Ausrichtung nach Osten oder Westen nicht immer verkehrt. Hier musst du zwar mit weniger Ertrag rechnen, das kannst du aber mit einer größeren Anzahl an Solarmodulen wieder Wett machen. Lediglich bei einer Ausrichtung nach Norden sieht es eher schlecht aus.

Neben der Ausrichtung deiner Terrasse hat auch dein Standort einen Einfluss auf die verfügbare Menge an Sonnenenergie. Wirf hierfür doch mal einen Blick auf den Bundeswetterdienst.

Kein oder wenig Schattenwurf

Die beste Ausrichtung und der beste Standort nützen nichts, wenn deine Terrasse von Schattenwurf überdeckt wird. Bäume, Nachbarhäuser und ähnliches sollten dein Terrassendach nicht mit Schatten bedecken. Sonst kann die Solaranlage nicht vernünftig arbeiten.

Ausreichend Platz

Abhängig davon, wie viel Ertrag du mit deiner Anlage erzielen willst, benötigst du eine bestimmte Anzahl an Solarmodulen. Und die benötigen nunmal Platz.

Durchschnittliche Glas-Glas-Solarmodule messen etwa 1m x 1.50m und produzieren rund je 380 Watt.

Überlege dir, wie viel Platz du auf deinem Terrassendach hast, und ob du damit die gewünschte Strommenge erzeugen kannst.

solarpanel installation auf terrassendach

Arten von PV-Anlagen für das Terrassendach

Die gängigste Art der Photovoltaikanlage für das Terrassendach ist die sogenannte „dachintegrierte“ oder „Dachaufsatz“-Anlage. Die Solarmodule werden direkt auf dem Dach montiert und ersetzen die herkömmlichen Dachziegel bzw. dein Terrassendach.

Diese Variante sieht oft sehr elegant und wartungsfrei aus, da keine zusätzlichen Montageschienen benötigt werden. Außerdem ist ein solches System durch die direkte Verbindung mit den Dachsparren besonders stabil und langlebig.

Eine weniger verbreitete Art der Terrassen-Solaranlage ist die „freistehende“ oder „auf dem Boden montierte“ Anlage. Auch hier werden die einzelnen Solarmodule auf einem Rahmen montiert, aber dieser Rahmen steht auf Beinen vor oder neben dem Haus. Das hat zur Folge, dass bei dieser Variante der wohlfühl flair auf der Strecke bleibt.

Der Vorteil hier ist, dass du kann den Rahmen genau nach der Sonne ausrichten. Allerdings ist ein solches System in der Regel teurer und erfordert mehr Wartung, da die einzelnen Solarglas-Module anfälliger für Wind und Wetter sind.

Die dritte Art der Terrassen-Solaranlage ist die „fassadenintegrierte“ oder „gebäudeintegrierte“ Anlage. Wie der Name schon sagt, wird das PV-Modul nicht auf dem Dach, sondern an der Fassade deines Hauses montiert.

Zuletzt gibt es natürlich noch die Option, die Solaranlage ganz regulär aufgesetzt auf deinem Terrassendach zu installieren.

Hier musst du aber das zusätzliche Gewicht beachten und berücksichtigen, ob deine Terrasse dieser Last stand hält. Wirf dazu einen Blick auf unseren Beitrag über das Gewicht von Solaranlagen.

Mini-Anlagen für die Steckdose

Wenn du nur eine kleine Menge Solarstrom erzeugen willst, zum Beispiel um ein paar Gartengeräte damit zu betreiben, kannst du auch auf eine Mini-PV-Anlage zurückgreifen.

Bist zu einer Leistung von 600 Watt kannst du diese selbst installieren und relativ flexibel anbringen. Hier findest du mehr Infos zu den kleinen Systemen.

Unterschied zwischen Solar und Photovoltaik

Solarenergie ist eine der vielversprechendsten alternativen Energiequellen, die es heute gibt. Solarthermie- und Photovoltaikanlagen sind zwei sehr unterschiedliche Methoden, um die Kraft der Sonne zu nutzen und in nutzbare Energie umzuwandeln.

  • Solarthermische Anlagen nutzen Sonnenkollektoren, um die Sonnenstrahlen einzufangen und die Wärme an einen Speicher zu übertragen. Diese Wärme kann dann zur Warmwasserbereitung oder für die Raumheizung genutzt werden.
  • Photovoltaikanlagen hingegen wandeln das Sonnenlicht direkt in Strom um. Dieser Strom kann im Haus genutzt oder in das Netz eingespeist werden.

Sowohl Solarthermie- als auch Photovoltaikanlagen haben ihre Vor- und Nachteile, aber beide sind praktikable Optionen zur Erzeugung von sauberer, erneuerbarer Energie.

Mit welchem Ertrag kann Ich rechnen?

Der Ertrag einer Photovoltaikanlage hängt von vielen Faktoren ab, zum Beispiel von der Größe der Anlage, der Ausrichtung der Terrasse und dem Standort.

Im Allgemeinen kannst du in Deutschland mit einem Ertrag von etwa 150 bis 250 Watt pro Quadratmeter PV-Modulfläche rechnen.

Gehen wir von einer Fläche von 6 Quadratmetern aus, kannst du mit der Solaranlage auf dem Terrassendach also zwischen 900 und 1500 Watt produzieren.

Aber wie schon gesagt, bei einer Ost- oder Westausrichtung sind die Werte meist in der unteren Spanne, bei einer Ausrichtung nach Süden eher im oberen Bereich.

Was bringt eine Photovoltaikanlage im Winter?

Die Menge der Sonneneinstrahlung, die auf die Erdoberfläche trifft, hängt von einer Reihe von Faktoren ab, z. B. vom Strahlungswinkel, der Diffusstrahlung (Wolken, Nebel) und der Direkstrahlung (klares Wetter). Im Allgemeinen nimmt die Strahlungsmenge im Winter jedoch aufgrund der kürzeren Tage und des niedrigeren Sonnenwinkels ab.

Daher produzieren Photovoltaikanlagen im Winter tendenziell weniger Strom als im Sommer.

Es gibt einige Möglichkeiten, diesen Produktionsrückgang auszugleichen, z. B. durch die Installation zusätzlicher Paneele oder durch den Einsatz eines Speichersystems, das den im Sommer erzeugten Überschuss für die Nutzung im Winter speichert. Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass Photovoltaikanlagen auch im Winter noch eine beträchtliche Menge an Strom liefern können.

Wie wird die Sonneneinstahlung gemessen?

Die Globalstrahlung (oder Sonneneinstrahlung) ist die Gesamtmenge des Sonnenlichts, die die Erdoberfläche erreicht. Die Leistung wird dabei in kWh pro Quadratmeter (kWh/m²) gemessen.

Die Menge der Sonnenstrahlung, die auf die Erdoberfläche trifft, wird in (kWh/m²) angegeben. Der Jahresdurchschnitt für Deutschland liegt bei 1.190 kWh/m², während er in Norddeutschland bei 1.050 kWh/m² und in Süddeutschland bei 1.350 kWh/m² liegt.

Diese Unterschiede sind auf eine Vielzahl von Faktoren zurückzuführen, darunter der Breitengrad, die Bewölkung und die lokale Topografie. Generell ist die Globalstrahlung jedoch ein wichtiger Faktor, der bei der Planung von Solarenergieprojekten berücksichtigt werden muss.

Globalstrahlung Richtwerte (Jahreszeiten):

  • Frühling: 95 – 170 kWh pro m²
  • Sommer: 140 – 165 kWh pro m²
  • Herbst: 30 – 110 kWh pro m²
  • Winter: 15 – 40 kWh pro m²

WIe hoch beträgt die Leistung einer 10 kWp PV-Anlage im Winter?

Auch im Winter kann eine Solaranlage noch eine beträchtliche Menge Strom erzeugen.

  • In Deutschland zum Beispiel kann eine 10-kWp-Anlage von Dec. bis Feb. rund 700 kWh Strom erzeugen, was 7 % der Stromerzeugung eines gesamten Jahres entspricht.
  • Bezieht man den Herbst (Sept. Okt. Nov.) mit ein, steigt diese Zahl auf knapp 25 Prozent.
  • Über das ganze Jahr betrachtet, beträgt die deutsche Globalstrahlung bei ca. 1.190 kWh/m². Das entspricht einer möglichen Leistung von ca. 1.100 kWh pro kWp.

Selbst im Winter kann eine Solaranlage also noch einen erheblichen Beitrag zur Deckung unseres Energiebedarfs leisten.

Wie viel kostet eine Solar-Terrassendach?

Der Preis einer Photovoltaikanlage für dein Terrassendach hängt von verschiedenen Faktoren ab, z.B. von der Größe der Anlage und dem Typ der verwendeten Solarmodule. Außerdem gibt es oft regionalspezifische Subventionen, die den Preis senken.

Als ungefähren Richtwert kannst du für eine Solar-Terrasse zwischen 5.000 und 10.000€ einplanen, abhängig von der Größe und der Anzahl der verbauten Photovoltaik-Module.

Zudem spielt es eine Rolle, ob du einen zusätzlichen Stromspeicher installieren willst oder nicht.

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Was kostet eine PV Anlage pro m²

Die Kosten für Photovoltaikanlagen hängen von einer Reihe von Faktoren ab, liegen aber in der Regel zwischen 200 EUR und 350 EUR pro m² Kollektorfläche.

Die Größe der Anlage wird in der Regel nicht in Quadratmetern angegeben, sondern in Kilowatt Peak (kWp), was ein Maß für die maximale Leistung der Anlage ist.

Für einen Haushalt mit einem Stromverbrauch von 5.000 kWh wäre eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 5 kWp erforderlich. Die Kosten für eine solche Anlage würden sich auf 8.000 bis 10.000 EUR belaufen. Die benötigte Dachfläche für eine Anlage mit dieser Leistung würde etwa 40 m² betragen.

Rechenbeispiel (5kWp PV Anlage)

  • Kosten PV-Module: 6.200 €
  • Wechselrichter: 1.950 €
  • Bausatz Montage: 850 €
  • Kabel: 300 €
  • Gesamtkosten: 9.300 €
  • Kosten pro m² = 232,50 €

Beachte:

Die Größe einer Solaranlage wird durch die Energiemenge bestimmt, die sie erzeugen soll. Diese wiederum hängt von den verwendeten Modulen und der gewünschten Leistung der Anlage ab.

Eine Anlage, die hocheffiziente Module verwendet, benötigt zum Beispiel eine kleinere Fläche als eine Anlage, die Module mit geringerem Wirkungsgrad verwendet.

Ebenso benötigt eine Anlage, die den gesamten Energiebedarf eines Hauses decken soll, eine größere Fläche als eine Anlage, die nur einen Teil des Energiebedarfs decken soll. Daher können die Kosten pro Quadratmeter für eine Solaranlage je nach den spezifischen Anforderungen der Anlage variieren.

Lohnt sich die Investition?

Die kurze Antwort lautet: Es kommt darauf an. Wenn du einen Großteil der von deiner Solaranlage erzeugten Energie direkt in deinem Haus verbrauchen kannst, dann lohnt sich die Investition wahrscheinlich.

Wenn der größte Teil ins Netz eingespeist wird, kann es viele Jahre dauern, bis sich die Anlage amortisiert hat.

Außerdem solltest du überlegen, ob du lange genug in deinem Haus bleiben wirst, damit sich die Anlage amortisiert. Lautet deine Antwort auf diese Frage „Ja“, lohnt sich die Investition in den allermeisten Fällen.

Im Schnitt amortisiert sich eine Solarterrasse nach 7 – 10 Jahren. Danach erzeugt sie eine Rendite von 5% – 10% im Jahr.

Fazit zu Solarterrassen

Eine Solarterrasse ist eine gute Möglichkeit, deinen eigenen Strom zu erzeugen und deine Energiekosten zu senken. Du kannst mit einem Ertrag von 150 bis 250 Watt pro Quadratmeter PV-Modulfläche rechnen, abhängig von der Ausrichtung der Terrasse und dem Standort.

Der Preis einer Photovoltaik-Anlage für dein Terrassendach hängt von verschiedenen Faktoren ab, z.B. von der Größe der Anlage und der Art der verwendeten Solarmodule. Im Allgemeinen kannst du zwischen 5.000 und 10.000€ für eine Solarterrasse einplanen, je nach Größe und Anzahl der installierten Module.

Die Investition in eine Solarterrasse macht sich in der Regel nach 7 – 10 Jahren bezahlt. Mit steigenden Strompreisen verkürzt sich selbstverständlich die Amortisierungsdauer. Wenn möglich solltest du bei einem Kauf nach dem „made in Germany“ Siegel Ausschau halten. Damit kann deine Solar-Terrasse auch bis zu 30 Jahre lang halten.

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Sportbegeisterter Familienvater. Bevor wir dieses Portal ins Leben gerufen haben, war Ich selbst 7 Jahe lang als Solarinstallateur tätig. Ich glaube fest an das Potenzial von Photovoltaikanlagen und hoffe dich in meinen Beiträgen ebenfalls dafür zu begeistern!